...dass 49% der Kanadier zumindest 'moderat' sportlich aktiv sind? ...und dass 28% weniger als 1000 Schritte am Tag gehen? |
Verhaltensregeln
Was Menschen über Bären wissen müssen:
Im allgemeinen meidet der Bär die Menschen. Hat er eine Chance dem Mensch auszuweichen, so wird der Bär dies auch tun. Deshalb sollten Sie die Begegnung mit einem Bären in der freien Wildbahn als außergewöhnliches Ereignis schätzen.
Denken Sie immer daran, Bären mögen keine Überraschungen. Wenn Sie im natürlichen Lebensraum der Bären unterwegs sind, sollten Sie den Bären die Chance geben, Sie kommen zu hören. Ob Sie nun singen, sprechen, laute Geräusche machen oder gar ein Bärenglöckchen am Rucksack haben, der Bär wird Ihre Gegenwart zur Kenntnis nehmen. Es empfiehlt sich deshalb auch in Gruppen zu wandern, weil die Bären die lautere Gruppe viel früher wahr nehmen können. Bären, obwohl sie fast so gut wie Menschen sehen und noch besser hören, verlassen sich vor allem auf Ihren Geruchssinn. Wenn Sie in Regionen laufen, wo Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie sich nach Möglichkeit mit Rückenwind fortbewegen.
Vermeiden Sie generell Gebiete, wo es nach Verwesung richt. Bei den Kadavern kann es sich um Beute eine Bären handeln. Wenn der Bäre in der Gegen ist oder dort gerade frisst, wird er seine Beute verteidigen wollen.
Seien Sie nicht überrascht, wenn Ihnen Bären auf Wanderwegen und Strassen begegnen. Auch die Bären scheinen die einfacheren Wege zu lieben. Wenn Sie in der Natur zelten, achten Sie darauf, etwas abseits der Wege und Strassen Ihr Zelt aufzubauen.
Gewähren Sie Bären in ihrem Territorium ausreichend Platz. Ein Bär, der sich in die Enge getrieben fühlt wird sich bedroht fühlen und entsprechend reagieren.
Sehen Sie Bärenjunge, sollten Sie umgehend umkehren. Das Risiko, zwischen die Jungtiere und das Muttertier zu kommen, ist groß. Sobald das Muttertier Gefahr für ihre Jungen sieht, wird sie aggressiv reagieren. Aus diesem Grund sollten Sie zum Fotografieren im Land der Bären eine Kamera mit einem entsprechend langen Teleobjektiv verwenden. So kommen Sie nicht in Versuchung, näher an die Tiere heran zu gehen.
Sie lagern in der freien Natur. Grundsätzlich sind auch da einige Punkte zu beachten. Lagern Sie sämtliche Esswaren abseits Ihres Lagers, entweder in luftdicht abschließende Gefässen oder z.B. hoch oben in Bäumen. Bereiten Sie Ihr Essen mit Abstand zu Ihrem Lagerplatz zu. Reinigen Sie nach Gebrauch umgehend Ihr Essgeschirr. Vermeiden Sie, dass Ihre Kleidung nach Lebensmitteln riecht. Geruchsintensive Lebensmittel wie z.B. geräucherte Wurst und Fisch, Schinken und ähnliches richt auch für Bären lecker. Hinterlassen Sie keine Essens- und Abfallreste. Vergraben von Essensresten ist sinnlos. Bären nehmen auch durch die Erde den Geruch der Essensreste wahr.
Wenn Sie in der Natur angeln und ein Bär nimmt Sie wahr, sollten die die Angel ganz sacht, ohne zu spritzen ins Wasser legen. Es kann durchaus sein, dass der Bär die Möglichkeit einer leichten Fischmahlzeit erkennt, wenn er sich dem Angler nähert. Dann wird der Bär auch immer wieder zurück kommen um noch mehr zu erbeuten.
Wenn man diese Regeln einhält, gewöhnen sich Bären nicht daran, dass es leicht sein kann, in Menschennähe, Futter zu finden. Bären sind im Jahr ca. 6 Monate auf Futtersuche. In dieser Zeit müssen Bären Ihre Fettreserve für den Winter aufbauen. Warum also kompliziert Beute jagen, wenn die Zivilisation sie versorgt?
Sie begegnen einem Bären:
Als erstes sollten Sie Ruhe bewahren. Bären greifen selten an. Bären sind an Nahrung, ihren Jungtieren und Ihrem Territorium interessiert. Fühlt ein Bär sich nicht bedroht, wird er sich entfernen.
Sie müssen sich einem Bären als Mensch bekannt machen. Kann er nicht erkennen, was er vor sich hat, wird er sich auf die Hinterbeine stellen. So kann er besser Witterung aufnehmen. Auf die Hinterbeine stellen zeugt mehr von Neugierde als von Aggression.
Sprechen Sie mit dem Bären in normaler Stimmlage. Bewegen Sie die Ihre Arme auf und ab. So hat der Bär eine bessere Chance, Sie als Mensch wahr zu nehmen. Entfernen Sie sich langsam, mit dem Gesicht zum Bär. Folgt der Bär, bleiben Sie stehen.
Weglaufen bringt nichts. Der Bär kann Sie jederzeit einholen. Der Bär ist es gewöhnt, dass er seine davonlaufende Beute einholen muss.
Bären nähern sich, um einen Angriff vorzutäuschen, Ihren Gegenüber bis auf 2 bis 3 Meter, ohne diesen jedoch zu berühren. Bewegen Sie weiter Ihre Arme auf und ab, reden Sie weiter auf den Bären ein. Nähert er sich weiter, sprechen Sie aggressiver auf den Bär ein. Klappern Sie mit Campinggeschirr, Töpfen, Pfannen und ähnlichem. Imitieren Sie keine Bärengeräusche und vermeiden Sie schrille Schreie.
Ein Bär greift Sie an:
Sollte dieser nahezu unwahrscheinliche Fall eintreten und der Bär Sie angreifen, ergeben Sie sich. Lassen Sie sich auf den Boden fallen und stellen Sie sich tot. Sie sollten dabei flach auf dem Bauch liegen oder sich einrollen. Legen Sie die Hände zum Schutz in Ihren Nacken und halten Sie still. Der Bär wird sicher seinen Angriff beenden, da für Ihn die Gefahr gebannt scheint. Bleiben Sie weiter bewegungslos, ansonsten wird der Bär durch Auge und Ohren erneut Gefahr wahr nehmen.
In den seltensten Fällen betrachtet ein Bär den Menschen als Nahrung. Passieren kann dies vor allem bei Angriffen von Schwarzbären. Attackiert Sie der Bär, obwohl Sie schon länger die Schutzposition eingenommen haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass er Sie als Nahrung betrachtet. In diesem Fall müssen Sie sich mit aller Gewalt verteidigen. Denken Sie daran, die Nase und Augen sind die empfindlichsten Stellen im Gesicht des Bären.
Schutzmassnahmen:
Bei geführten Bärenbeobachtungstouren hat häufig der Führer eine Schusswaffe bei sich, die nur in äußersten Notfällen eingesetzt wird.
Sind Sie ungeführt unterwegs, sollten Sie einen Bärenabwehrspray vor Ort besorgen. Die beste Wirkung erzielen diese Sprays auf Distanzen von 5 bis 8 Meter. Achten Sie beim Einsatz von Bärenabwehrspray, dass Sie nicht gegen den Wind sprayen und sich so selbst schädigen. Lesen Sie sorgfältig die Gebrauchsanleitung, bevor Sie Ihr Abenteuer im Land der Bären starten. Bewahren Sie den Spray griffbereit auf.
Auf einen Blick:
- Machen Sie Geräusche
- Respektieren Sie das Revier der Bären, treiben Sie die Bären nicht in die Enge
- Vermeiden Sie unachtsamen Umgang mit Nahrungsmitteln und Abfall
- Identifizieren Sie sich als Mensch, bleiben Sie ruhig.
In den meisten Fällen sind Bären für Sie keine Gefahr! Bringen Sie den nötigen Respekt gegenüber diesen Wildtieren auf und Sie werden mit großer Freude diese majestätischen Tier in Ihrem natürlichen Lebensraum beobachten können.








