...dass sich 42% aller Kanadier am meisten über den Verkehr aufregen? ...und nur 14% sich über Socken in Sandalen aufregen? |
Nunavut
Nunavut - Explore Canada's Arctic
Abenteuerurlaub in einer Polarregion der Superlative
Im arktischen Gebiet von Kanada liegt Nunavut, ein Territorium unter Selbstverwaltung der Inuit. Mit einer riesigen Fläche, in das Deutschland fünfmal hineinpassen würde, ist das Territorium Nunavut mit 29.474 Einwohnern fast menschenleer. Die Hauptstadt Iqaluit liegt auf Great Baffin Island, der fünftgrößten Insel der Erde, die westlich von Grönland liegt. Im nördlichen Teil ist die Provinz, das autonome Territorium der Inuit, nur ca. 800 Kilometer von Nordpol entfernt. Das bedeutet für Globetrotter die unbeschreibliche Schönheit der arktischen Wildnis mit grünen Nordlichtern, Eisbären, Gletschern und verschiedenen Walarten vor der Küste Nunavuts sowie die Berührung mit der Kultur der Inuits. Als Reisezeit wird der helle Sommer mit Durchschnittstemperaturen von plus 11,4 Grad im Juli empfohlen, denn Nunavut kann es zwischen Oktober und Mai auf Minus 30 bis 50 Grad Celsius bringen. Das eisig-mystische Land der Inuits besitzt eine unglaubliche Anziehungskraft und wird für auch für Touristen aus aller Welt als Reiseziel immer möglicher.
Nunavut, ein selbstbestimmtes Territorium Kanadas
Das Territorium Nunavut bzw. die Hauptstadt Iqaluit auf der Insel Baffin Island ist mit dem Flugzeug hauptsächlich über die Drehkreuze Ottawa (Ontario) und Montreal (Québec) zu erreichen. Vier Fluglinien bieten einen Linienflug nach Nunavut an (z.B. die First Air von Grönland aus). Eine Straße von Provinz zu Provinz (z.B. Manitoba im Süden oder den Northwest Territories im Westen) gibt es nicht. Die einzige 21 Kilometer lange Straße von Nunavut führt von Arctic Bay im Norden von Baffin Island nach Namisivik. Mit Flügen innerhalb Nunavits gelangen die Globetrotter samt Kanu zu den interessantesten Orten. Die Provinz Nunavut trägt ein Fünftel zur Ausdehnung Kanadas bei. Im Jahr 1999 wurde Nunavut autonomes Territorium der Inuits im arktischen Kanada mit Selbstbestimmungsrecht, z.B. bezüglich der Nutzung der Bodenschätze und anderer Ressourcen sowie mit partieller Selbstverwaltung. Davor gehörte Nunavut zur Provinz Northern Territories. Inuits sind eine eskimoische Volksgruppe, die in der Arktis oder nahe dem Nordpol leben.
Abenteuerurlaub in der Arktis Kanadas
Im Gebiet von Nunavut mit seinen Permafrostböden und baumloser Tundra (Moosen und Flechten) begegnet der Besucher eher Walrössern und Robben als Menschen. Da die Kälte sehr trocken ist, kann ihr mit der entsprechenden Winterbekleidung entgegengewirkt werden. Die beste Reisezeit sind die Monate des arktischen Sommers (Mai bis August) mit Temperaturen über plus 11 bis 18 Grad Celsius. Die winterlichen Temperaturen schaffen es selten über minus 20 Grad Celsius. Eine gewisse Sportlichkeit und Erfahrung im Bereisen von Wildnisgebieten ist Voraussetzung, um das Überqueren von Gletscherflüssen im Auyuittuq Nationalpark auf Great Baffin Island mit schwerem Rucksack zu meistern. Die Belohnung sind Erlebnisse die sich im Gedächtnis halten, wie z.B. die Beobachtung der Wale an der Nordküste in Arctic Bay, ein Walparadies mit verschiedenen Walarten. Am häufigsten ist der Narwal (Mondon monoceros), ein Zahnwal mit grauer Marmorierung auf dem Rücken, aber auch Weißwale (Belugas).
Die Kolonalisierung veränderte das Leben der Inuits
Nach Arctic Bay kamen zu früheren Zeiten (1820) auch Walfänger, zumeist schottischer Abstammung, um Jagd auf Grönlandwale zu machen. Auch heute bedeutet der industrielle Walfang, Robbenfang und die Jagd auf Eisbären in Nunavut Raubbau und ist vom Tierschutzgedanken weit entfernt. Die Umstellung fällt in einem Land, in dem kein Obst- und Gemüseanbau möglich ist und alternative Ernährungsmöglichkeiten zur Jagdbeute mit Pfeil und Harpune rar sind, wohl nicht leicht. Während der Kolonalisierung durch „die Weißen“ und deren Handelsgepflogenheiten stellten die Inuit ihr nomadisches Leben (Sommer im Zelt, Winter im Iglu) um und führten Geld als Zahlungsmittel ein. Große Fellboote (Umiaq) waren die Transportmittel des Alltags, die seit einiger Zeit von Motorboten oder motorisierten Kanus ersetzt wurden.
Die Großartigkeit und Verletzlichkeit des kanadischen Eislandes
Die zahlreichen Seen und Inseln der Provinz Nunavut können im Sommer mit dem Kanu entdeckt werden. Manche Reiseveranstalter bieten Rafting Expeditionen in Nunavut an. Charakteristisch für Nunavut, das nördlich des Polarkreises liegt, sind ausgedehnte Gletscher und Fjorde. Bei der Penny Eiskappe auf 2.100 Meter Höhe im Südosten Nunavuts im Auyuittuq Nationalpark handelt es sich um ein Relikt aus der letzten Eiszeit. Sie zählt zu den größten Eiskappen der kanadisch-arktischen Inselgruppe, die aber langsam an Substanz verliert. Die unendliche Einsamkeit der kanadischen Arktisregion hat eine extreme Wirkung auf die menschlichen Sinne.








