...dass 42% alle Kanadier für die Wiedereinführung der Todesstrafe sind? ...oder dass 55% das Marihuana-Rauchen nicht als Straftat ansehen? |
Newfoundland & Labrador
Newfoundland & Labrador
Eisberge und ursprüngliche Wildnis – Auf den Spuren des Wikingers Leif Erikson
Der Festlandteil Labrador (Ungawa-Labrador), der auf der Labrador-Halbinsel liegt und die Insel Neufundland ergeben zusammen Newfoundland und Labrador, die am weitesten im Osten liegende Provinz Kanadas. Diese politisch vereinte, aber geologisch völlig unterschiedliche Provinz am Atlantik ist der Teil Nordamerikas, der dem europäischen Kontinent am nächsten kommt. Die Hauptstadt St.John´s auf der Halbinsel Avalon im Osten von Newfoundland ist die älteste Stadt Kanadas. Bereits im Jahre 1000 setzte mit dem Grönländer Leif Eriksson der erste Europäer seinen Fuß auf Newfoundland.
Offiziell wurde die Entdeckung des wild-natürlichen Landstriches am Atlantik John Cabot (1497) zugeschrieben. Auf den unglaublichen Tablands, einem Teil des Kanadischen Schilds, kann man aufgrund ehemals tektonischer Bewegungen sogar ins Erdinnere sehen. Zu den atemberaubenden Erlebnissen dieser kanadischen Wildnis gehören im Sommer die Eisberge, die sich in den Buchten der nebligen, zerklüfteten Küste verfangen.
Fischreichtum zog europäische Siedler an
Lange vor den Europäern waren in diesem Gebiet Indianer beheimatet. Im Jahr 1760 landeten die ersten Siedler aus England und Irland. Im Jahr 1832 agierte bereits das erste offizielle Parlament. Aber Newfoundland und Labrador war die letzte Provinz, die der kanadischen Konföderation (1949) beitrat. Die Red Bay National Historic Site veranschaulicht die Zeit der Walgaleeren und Walfänger aus dem Baskenland, die bereits im 15 Jahrhundert durch die reichen Fischgründe der Küstengewässer von Labrador angezogen wurden. Die meisten Gebiete in Labrador sind nur mit dem Boot oder mit Helikopterflügen zu erreichen. Nordlabrador ist das Land der Inuit (eskimoische Volksgruppe). In Labrador kann der Individualreisende die Kraft und Schönheit der Natur spüren.
Labrador – eine Attraktion der Erdgeschichte
Diese einmalige, fast unberührte Natur liegt fernab der Routen des Pauschaltourismus. Die meisten der 512.930 Einwohner leben an der Nordküste bzw. auf der Halbinsel Avalon von Newfoundland. Nur 27.864 Einwohner leben in Labrador, das zu den letzten Wildnisgebieten der Erde gehört. Die Labrador-Region auf dem nördlichen Festlandteil bildet den größeren Part der Provinz. Die Bergketten von Labrador besitzen einige der erdgeschichtlich ältesten sichtbaren Gesteinsformationen. An der Nordspitze von Labrador ragen die 1.500 Meter hohen Torngat Mountains empor. Labrador ist ein wunderbares Refugium für Elche, Wölfe, Stachelschweine und in Meernähe Eisbären und Polarhasen. Für die Angler, begleitet von einem erfahrenen Angler-Guide, gibt es in den zahlreichen Seen und Flüssen Forellen und Atlantik-Lachse.
Die Neufundlandinsel – durch die Strait of Belle Isle vom Festland getrennt
Der Zielflughafen für die Transatlantikflüge ist der Internationale Flughafen nördlich der Hauptstadt St. John´s. Von dem westlich an die Provinz Newfoundland und Labrador angrenzenden Quebec gibt es eine Zugverbindung nach Labrador. Von Port aux Basques führt der Trans-Canada-Highway (Route1) über mehrere hundert Kilometer nach St. John´s. Das Klima umfasst in Newfoundland und Labrador die (sub-)arktische wie auch eine milde Klimavariante. Das Festland Labrador erhält die kühle Luft des kalten Labradorstromes. Daher sind die Sommer, von wenigen heißen Extremen abgesehen, kurz und kühl. Der Südosten Newfoundlands wird durch die Ausläufer des warmen Golfstromes klimatisch begünstigt. Aber bei Cape Spear unweit von St. John´s weht der heftigste Wind Nordamerikas. Eine gute Reisezeit sind in der Regel die Monate Juni bis September. Die Halbinsel Avalon entzückt nicht nur mit Elchen und Walen, sondern als historisches Handelszentrum auch mit gutem Wein und einer guten Küche. Die Water Street in St.John´s ist die älteste nordamerikanische Einkaufsstraße (z.B. Grenfell-Parkas im arktischen Stil).
Stätten der Wikinger und Tauchparadiese für moderne Abenteurer
Die Entdeckungsreise der Wikinger nach Newfoundland hinterließ den Besuchern der Insel viele historische Orte (z.B. L´Anse aux Meadows im Norden) sowie Zeugnisse dieser Zeit. An der Westküste befindet sich auch der bekannte Gros Morne Nationalpark mit landschaftlichen und geologischen Attraktionen. In Marble Mountain befindet sich eines der besten Skigebiete Ostkanadas. Die Westküstenregion von Newfoundland ist fjordähnlich zerklüftet mit Buchten, tiefen Schluchten und angrenzenden weiten Wäldern. In dieser Abgeschiedenheit kann auch im Urlauber ein Gefühl von Freiheit aufkommen. Im Jahr 1760 kamen europäische Siedler aus dem Westen Englands und aus dem Südosten Irlands nach Newfoundland, was sich heute noch in den Clubs und Konzerten mit schottischen und irischen Elementen in der Musik zeigt. Der Atlantik vor Kanadas Ostküste mit seinen vielen auf dem Meeresboden liegenden Schiffswracks ist ein reizvoller Tauchgrund.








