...dass sich 42% aller Kanadier am meisten über den Verkehr aufregen? ...und nur 14% sich über Socken in Sandalen aufregen? |
Glacier-Nationalpark
Der Glacier Nationalpark in den Rocky Mountains im Süden der kanadischen Provinz British Columbia umfasst ein Gebiet von insgesamt 1349,3 Quadratkilometern. Der Nationalpark, der von den Gletschern aus den zerklüfteten „Selkirk Bergen“ und den Purcell Mountains gebildet wurde, wird von steilen Bergen, engen Tälern und zahlreichen Gletschern geprägt. Der Glacier Nationalpark verfügt über ein einzigartiges Höhlensystem, in dem sich unter anderem mit Nakimu Cave eine der zehn größten Höhlen Kanadas befindet. Diese bildeten sich bereits vor 200 Millionen Jahren, als die ostwärts gedrängten Sedimente gefaltet wurden, in zwei Blöcke zerbrachen und mehr als 50 Kilometer weit übereinander geschoben wurden. Die riesigen Eiszeitgletscher gestalteten die Landschaft abschließend, schufen die breiten U-Täler mit den steilen Felswänden und unzähligen großen und kleinen Seen.1910 wurde der Park, in dem sich bereits 1892 die ersten weißen Siedler niedergelassen haben, zum Nationalpark erklärt. Zuvor hatten viele Generationen von Indianern das Gelände durchquert, das vor allem als Jagdgebiet, aber auch als heiliger Ort galt.
Tiere und Pflanzen im Glacier Nationalpark
Im Glacier Nationalpark leben zahlreiche für die Region typische Säugetiere. Die Besucher haben unter anderem Chancen, Elche, Waschbären, Schneeziegen oder auch Schwarzbären in ihrer natürlichen Umgebung beobachten zu können. Mit etwas Glück bekommt man sogar Grizzlybären oder Berglöwen zu sehen. Außerdem leben im Glacier Nationalpark insgesamt 200 Vogelarten, darunter überwiegend Wasservögel. Neben dem Kolibri oder See- und Lappentauchern sind auch Fisch-, Stein- und Weißkopfseeadler in der Region heimisch geworden.
Aufgrund der feuchtwarmen pazifischen Luftmassen gib es auf der Westseite des Glacier Nationalparks deutlich mehr Niederschläge als auf der Ostseite. Deshalb sind im Westen bis auf eine Höhe von etwa 1.800 Metern vielfältige dichte Wälder mit Kiefern, Lärchen oder Lebensbäumen zu finden, im Osten dagegen nur spärliche Nadelwälder und trockene Prärielandschaften.
Aktivitäten im Glacier Nationalpark
Auch auf der Suche nach sportlichen Aktivitäten kommen die Besucher im Glacier Nationalpark auf ihre Kosten. So gibt es hier mehrere 100 Kilometer an Wanderwegen. Etwa 60 Zeltplätze bieten den Besuchern im Park eine Unterkunft. Vor einer Wanderung durch den Glacier Nationalpark sollte man allerdings unbedingt berücksichtigen, dass hier bis Mitte Juli oft noch Schnee liegt. Außerdem werden in der Region auch geführte Reittouren angeboten.
Auf den zahlreichen Seen und Flussläufen sind täglich Bootsrundfahrten mit Motorbooten möglich. Wer die Wasserwege „auf eigene Faust“ erkunden will, kann sich unter anderem in Many Glacier oder an der Lake McDonald Lodge ein Boot mieten. Der Flathead River Middle Fork an der Westgrenze des Parks wird von vielen Einheimischen und Touristen für Wildwasserfahrten mit Schlauchbooten genutzt. Außerdem ist der Glacier Nationalpark ein Paradies für Angler, schließlich sind hier insgesamt 22 Fischarten heimisch. Zum Angeln ist eine kostenlose Lizenz notwendig, die bei der Parkverwaltung zu bekommen ist.








